Brücken bauen

Ausstellung 2018

Die Grenze überschreiten

Die Abgründe, die es zu überwinden gilt, liegen in uns selbst. Und zuerst müssen wir anfangen zu verstehen, was wir nur scheinbar nicht verstehen.

Es gibt keine virtuelle Welt. Das, was wir so bezeichnen, ist wirklich!

Wenn ich erlebe, wie das Handy piepst und der Besitzer auf sein Handy schaut, weil eine Mail angekommen ist, dann weiß ich: Die sogenannte virtuelle Welt ist so real wie alles andere auch. Für ihn und jeden anderen ist sie das jedenfalls. Es ist nur eine neue Existenzform von Dingen.

Mit meinen Bildern versuche ich, diesen Dialog zu fördern. Wir erweitern heute unsere Möglichkeiten mit modernen Mitteln. Sei es ein Handy oder eine sich automatisch vor uns öffnende Tür oder eine Bestellung im Internet, die in zwei Minuten erledigt ist und noch am gleichen Tag ankommt.

Die digitale Transformation wird praktisch alle Lebensbereiche betreffen, und sie wird jeden treffen, Jung oder Alt. Warum also nicht alles dafür tun, dass wir verstehen, was passiert? Und es mitgestalten?

Das Triptychon verbindet die Welten miteinander: die sogenannte reale und die sogenannte virtuelle. Das ist symbolisiert durch analoge und digitale Wesen und wird unterstützt durch die Anwesenheit eines Tesserakts (des dreidimensionalen Schattens eines vierdimensionalen Objekts), der sinnbildlich für die Transzendenz einer nicht wahrnehmbaren Dimension in die wahrnehmbare steht.

Die digitale Transformation geht so weit, dass heute selbst ein dressierter Affe ein Handy bedienen kann. Es gibt keinen Grund, sich zu verweigern. Keinen Grund, Angst zu haben. Ganz im Gegenteil!